Vereinfachter serieller Wohnungsbau in Hessen & weitere News

Jinny Verdonck

30. Mai 2020

Serieller Wohnungsbau wird in Hessen einfacher

Mit großer Mehrheit hat der Hessener Landtag Ende Mai die Aufnahme der sogenannten Typengenehmigung in die Musterbauordnung (kurz: MBO) beschlossen. Somit wird in Hessen der Bau von Wohnungen unter Verwendung vorgefertigter Serienteile im Baukastenprinzip fortan leichter sein. Die Typengenehmigung sieht vor, dass ein bereits genehmigter Haustyp an unterschiedlichen Orten errichtet werden kann. Dabei ist es nicht erforderlich, das gesamte Baugenehmigungsverfahren erneut zu durchlaufen. In der Praxis bedeutet dies, dass in Hessen dringend benötigte Wohnungen schneller gebaut werden können.

Deutlicher Anstieg der Baufertigstellungen in Berlin

Verglichen mit den Jahren zuvor sind in Berlin im Jahr 2019 deutlich mehr Wohnungen fertiggestellt worden. In der deutschen Hauptstadt gab es 18.999 Fertigstellungen, so die Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg. Im Vergleich zu 2018 entspricht dies einem Anstieg um 13,7 % (ein Plus von 2.293 Wohnungen).

Mehrfamilienhäuser konnten mit 15.376 neuen Wohnungen ein Plus von ca. einem Fünftel registrieren (2018: 12.858). Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern gab es jedoch 5,2 % weniger Fertigstellungen, deren Zahl reduzierte sich auf 1.393 Wohnungen.

Zahl der Wohnungsgenehmigungen in Frankfurt gesunken

In Frankfurt gab es in 2019 insgesamt 5.829 Wohnungsgenehmigungen, das waren 1.500 weniger als noch in 2018. Dies entspricht einem Rückgang um 20 %. Dennoch sei es zum einen die dritthöchste Baugenehmigungszahl und zum anderen mit 3.583 Wohnungen die zweithöchste Zahl an fertiggestellten Wohnungen der letzten zehn Jahre gewesen. In einem Zeitraum von vier Jahren wurden mehr als 24.000 neue Wohnungen genehmigt sowie mehr als 15.000 Wohnungen fertiggestellt.

Mietendeckel: Verfassungsgericht befasst sich mit Klage

Der Berliner Mietendeckel ist nun Thema des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Grund ist hierfür jedoch nicht die von den Bundestagsabgeordneten eingereichte Normenkontrollklage, sondern zwei Verfassungsbeschwerden, die von Privatpersonen (Berliner Vermieter) stammen. Das Bundesverfassungsgericht muss nun die Verfassungsmäßigkeit des Berliner Mietendeckels prüfen. Im Rahmen dessen haben die Richter ingesamt zehn Verbände angeschrieben, um deren Einschätzung als sogenannte sachkundige Dritte zu erfahren. Darunter befinden sich sechs Verbände aus der Immobilienwirtschaft.