Top-Rendite – in diesen Regionen sind 5% und mehr möglich

4. Oktober 2016

Die Mietpreisbremse und die steigenden Kosten für Immobilien haben die Renditen für Mietgebäude immer mehr sinken lassen. Investoren stellen sich die Frage, wo genau sie noch die Möglichkeit haben, mit der Gesamtrendite 5% oder auch mehr zu erhalten. Die Antwort auf diese Frage lässt sich relativ leicht finden, denn es gibt durchaus nach wie vor Regionen, wo das möglich ist.

Bulwiengesa veröffentlicht die 5%-Studie

In diesem Zusammenhang ist die 5%-Studie 2016 von Bulwiengesa wirklich interessant. In dieser Studie wurden die Assetklassen aus der Datenbank von Bulwiengesa nach einem Schema sortiert. Diesem Schema liegen einmal die Gesamtrendite mit der Angabe (IRR) sowie die Handelbarkeit zugrunde. Die Handelbarkeit bezieht sich dabei auch auf die Zeiten, die konjunkturell gesehen eher schwierig sind. Zudem wurden Simulationen erstellt, die für vollvermietete Objekte galten. Diese befanden sich sowohl in zentralen Lagen als auch in Bereichen mit Leerstand.

Die Ergebnisse erstaunen

In Bezug auf das Core-Segment konnte die Studie zeigen, dass die höchste Verzinsung mit einem Wert in Höhe von bis zu 7,3% IRR pro Jahr zu erzielen ist, wenn in Unternehmensimmobilien investiert wird, die unter anderem auch Produktionsanlagen aufweisen können. Damit liegen die Unternehmensimmobilien noch vor den Bürogebäuden, die sich in den Mittelzentren oder auch den Kleinstädten befinden. Allerdings sind auch hier durchaus Renditen von bis zu 7% möglich. Allerdings sollte bedacht werden, dass die Bürogebäude mit einer eher schwächeren Performance auftreten, wenn es bei dem Investment eine negative Entwicklung gibt. Das heißt, der Investor kann mit seinen Renditen auch bei 3% oder darunter liegen. Möchte er dann verkaufen, kann sich dies als problematisch erweisen.

Investition in Kleinstadt-Büros

Ein Blick auf den Non-Core-Bereich, der eher peripher gelegene Gebäude teilweise mit Leerstand beschreibt, macht deutlich, dass es sich lohnen kann, in Büros zu investieren, die sich in Kleinstädten befinden. Hier sind sogar teilweise mehr als 12% Rendite möglich. Dies stellt den Idealfall dar. Aber auch dann, wenn der Idealfall nicht eintritt, erhalten Investoren im Durchschnitt wenigstens noch um die 7%. Einziges Problem sind die Immobilienmärkte, die in diesem Bereich doch eher klein gehalten sind. Wer also eher auf größere Metropolen ausweichen möchte oder muss, der kann mit einer Rendite bei den Non-Core-Büros von bis zu 9% rechnen. Bei eher schlechten Bedingungen liegen sie dennoch über der 5%-Linie.

Wie sieht es bei Wohnungen aus?

Interessant für potentielle Investoren sind natürlich nicht nur die Geschäftsgebäude, sondern auch die Wohnungen. Diese liegen alle in der Core-Kategorie als vollvermietete Objekte und sind eher unter der 5%-Rendite zu finden. Es kann sich lohnen, einen Blick auf die Wohnungen zu werfen, die sich in den größten Städten in einer eher mittleren Lage befinden. Diese haben deutlich erhöhte Mieten vorzuweisen und damit auch eine steigende Rendite. Allein im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres waren Entwicklungen nach oben im Bereich von bis zu 7% zu verzeichnen. Wer ein wenig die zukünftige Mietpreisentwicklung im Blick hat, der wird feststellen, dass es weiterhin Sinn machen kann, auf die eher mittlere Lage zu schauen – dies allerdings in den Top-Städten von Deutschland. Derzeit kommen die höchsten Renditen in Herne, Hamm und Remscheid mit über 7% zustande.