Immobiliennews in Kürze - Mitte Mai 2021

Jinny Verdonck

17. Mai 2021

Grundsteuer: Keine Öffnungsklausel in NRW

Nach langer Überlegung hat sich Nordrhein-Westfalen nun im Rahmen der Grundsteuerreform für ein Modell entschieden: Die Grundsteuer soll in diesem Bundesland in Zukunft per Bundesmodell berechnet werden. 

Die nordrhein-westfälische Regierung hat sich gegen die Öffnungsklausel entschieden. Stattdessen wird das Bundesmodell, also die vom Bund beschlossene Berechnungsmethode, übernommen. Somit hat Nordrhein-Westfalen nun als letztes Bundesland eine Entscheidung getroffen. 


Teilung des CO2-Preises: Haus & Grund strebt verfassungsrechtliche Prüfung an

Kürzlich wurde vom Kabinett beschlossen, dass sich Mieter und Vermieter die CO2-Kosten teilen müssen. Nach Auffassung des Eigentümerverbands Haus & Grund sind diese Belastungen für Privatvermieter nicht länger tragbar. Da der Vermieter keinen Einfluss auf das Heizverhalten und den Warmwasserverbrauch seiner Mieter habe, sei eine hälftige Teilung der CO2-Kosten laut Haus & Grund nicht akzeptabel. Aus diesem Grund wird der Eigentümerverband die neue Regelung verfassungsrechtlich prüfen lassen. Aufgrund dieser Mehrbelastung für Vermieter rechnet Haus & Grund vielerorts mit einer Mieterhöhung, damit Vermieter in der Lage sind, ihre Mehrkosten zu kompensieren.


In Berlin steigen die Wohnpreise

Die deutsche Hauptstadt verzeichnet steigende Kaufpreise. Als Folge des vom Bundesverfassungsgerichts kassierten Mietendeckels sind die Berliner Angebotsmieten geringfügig gesunken. Währenddessen sind die Preise für Eigentumswohnungen durchschnittlich um 7,4 % in die Höhe geklettert. Da Berliner Wohnungen sowohl teuer als auch knapp sind, erfährt das Umland mehr Aufwind. 


Starkes Plus an Baugenehmigungen in Brandenburg

Während in Berlin 14 % und in Bremen 15 % weniger Wohnungen genehmigt wurden, ist die Zahl der Baugenehmigungen in Brandenburg deutlich gestiegen. Im ersten Quartal 2021 sind die genehmigten Anträge im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 14,8 % gestiegen. Mit ganzen 45 % sind die Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders stark gestiegen.