Die Immobiliennews in Kürze - Dezember 2020

7. Dezember 2020

Reform: Verkürzte Baugenehmigungszeiten in Bayern

Es wurde mehr als zwei Jahre lang über eine Reform der Landesbauordnung (BayBO) diskutiert. Nun wurde die Reform vom Bayerischen Landtag verabschiedet und soll Anfang Februar 2021 in Kraft treten.

In Bayern soll es durch das neue Gesetz sowohl flächensparender und nachhaltiger als auch schneller möglich sein, Wohnungen zu bauen. Baugenehmigungen sollen fortan innerhalb von drei Monaten genehmigt werden. Wenn innerhalb dieses Zeitraums noch keine Entscheidung vorliegt, so gilt der Baugenehmigungsantrag automatisch als genehmigt. Auch Holz kann fortan einfacher für den Bau verwendet werden, da die Reform die Zulassung von Holz als Baustoff für jede Gebäudeklasse vorsieht. Dachgeschosse können zukünftig ohne Genehmigung ausgebaut werden. Zudem ist der Einbau von Aufzügen nur dann Pflicht, sofern kein unverhältnismäßig großer Aufwand entsteht.

WG-Mieten klettern im Durchschnitt auf 400 Euro an

Bundesweit wurde ein Anstieg der WG-Mieten verzeichnet. Während im Jahr 2019 für ein WG-Zimmer noch 389 Euro fällig wurden, sind es mittlerweile bereits durchschnittlich 400 Euro.

Da es aufgrund der Corona-Pandemie schwierig ist, Auslandsaufenthalte zu planen und es ein Mangel an Praktika sowie Ausbildungsstellen gibt, steige die Zahl der Studenten. Nur in Universitätsstädten, die vor allem international ausgelegt sind, sind die Mietpreise mit 1 % bzw. 5 Euro weniger stark gestiegen. Das liege daran, dass es derzeit weniger Studenten aus dem Ausland gebe. Währenddessen sind die WG-Mieten in weniger internationalen Hochschulstandorten um 15 Euro gestiegen, was 4,1 % entspricht.

In den zehn Universitätsstädten, in denen die Wohnungsmärkte am angespanntesten sind, beträgt die WG-Miete häufig sogar mehr als 500 Euro pro Monat. In München sind die WG-Mieten mit 650 Euro am teuersten.